Die gestern zu Ende gegangene ICE in Barcelona hat sich auch in diesem Jahr erneut als zentraler Treffpunkt der europäischen iGaming- und Sportwettenbranche erwiesen. Zahlreiche Aussteller präsentierten ihre Produkte, technischen Innovationen und aktuellen Markttrends – von Plattformlösungen und Zahlungstechnologien bis hin zu Spielerschutz- und Compliance-Tools. Die Messe bot damit einen umfassenden Überblick über die dynamische Entwicklung der Branche.
Neben den Messeauftritten stand insbesondere der persönliche Austausch im Vordergrund. Vertreter des DSWV nutzten die Messe selbst sowie begleitende Networking-Veranstaltungen für Gespräche mit aktuellen und potentiellen Mitglieds- und Partnerunternehmen, internationalen Partnerverbänden, Experten aus Prävention und Suchtberatung sowie mit Vertretern der Aufsicht. Der direkte Dialog zu regulatorischen Entwicklungen, technischen Fortschritten und gemeinsamen Herausforderungen wurde von allen Seiten als wertvoll eingeschätzt.

Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Empfang von DSWV und DOCV unter dem Titel „Zwischen Anpfiff, Roulette und Slots – Deutschlands Glücksspielregulierung vor der Evaluierung 2026“. In dem Panel diskutierten die Präsidenten beider Verbände die anstehende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags, zentrale Fragen der Kanalisierung sowie aktuelle Entwicklungen in den einzelnen Online-Segmenten.
DSWV-Präsident Matthias Dahms machte deutlich, worauf es 2026 ankommt: „Die Evaluierung muss ein ehrlicher Realitätscheck werden. Entscheidend ist, ob Regulierung im Alltag wirkt – oder ob sie Spieler in den Schwarzmarkt treibt.“

Für den Sportwettenmarkt sei ein breites Wettprogramm wichtig, auch eine praxistaugliche Regelung bei den Einzahlungslimits mahnte Dahms an, um den rasant wachsenden Schwarzmarkt einzudämmen. Dahms betonte auch die technologischen Fortschritte seit Inkrafttreten des aktuellen Glücksspielstaatsvertrages im Jahr 2021 und dass dieser Fortschritt bei einer modernen Regulierung berücksichtigt werden müsse. Die Veranstaltung bot Raum für Einordnung, Austausch und Vernetzung – und stieß auf großes Interesse bei den rund 100 anwesenden Branchenvertretern.
Insgesamt hat die ICE erneut gezeigt, wie wichtig der internationale Austausch für die Weiterentwicklung eines sicheren, wettbewerbsfähigen und regulierten Glücksspielmarktes ist. Der DSWV wird die gewonnenen Impulse in seine weitere Verbandsarbeit einfließen lassen und den Dialog mit nationalen und internationalen Akteuren fortsetzen.
